
Mehr aus Ihrem PET-Blasformofen herausholen
Wenn Sie eine mittelgroße Produktionsstätte mit älteren Maschinen betreiben, kennen Sie sicherlich die Frustrationen. Sie möchten die vorgesehenen Zykluszeiten erreichen – doch die Maschine hält mit dem Tempo nicht Schritt. In der Regel ist das Problem der Ofen selbst: Er schafft es einfach nicht, schnell genug auf die gewünschte Temperatur zu kommen.
Die gute Nachricht: Sie müssen nicht die ganze Maschine austauschen. Manchmal reicht es bereits aus, die Standardlampen durch Hochleistungsquarzheizrohre zu ersetzen.
Wie die Wärme eigentlich wirkt
PET-Preformen müssen genau die richtige Menge an Infrarotenergie aufnehmen, um auf die ideale Formungstemperatur zu gelangen. Durch den Einsatz von hochreinem Quarzglas wird eine bessere Übertragung von Infrarotstrahlen ermöglicht. Wenn man die Leistungsschwachen Lampen durch hochwertigere Rohre ersetzt, erreicht man eine höhere Strahlungsintensität – dadurch erhitzen sich die Preformen schneller. Dadurch verbringen sie weniger Zeit im Ofen – und Sie können pro Stunde mehr Flaschen produzieren.
Die richtigen Parameter einstellen
Man kann nicht einfach irgendein Rohr verwenden. Es muss zur elektrischen Anlage der Maschine passen. Wenn Ihre Maschine für 220 V ausgelegt ist und Sie ein Rohr mit zu hoher Leistung verwenden, können die Sicherungen durchbrennen oder die Kontakte beschädigt werden. Das ist ein Problem, das niemand haben möchte. Wir betrachten in der Regel das Verhältnis von Leistung pro Zentimeter. Mehr Leistung bedeutet zwar eine schnellere Erwärmung – doch gleichzeitig entsteht auch mehr Belastung auf das Quarzgehäuse.
Überprüfen Sie außerdem die Anschlüsse. Egal, ob Sie R7- oder Sk15-Anschlüsse verwenden – ein lockerer Sitz führt zu Problemen. Dadurch entstehen Hotspots, die die Rohre schädigen können. Überprüfen Sie die Anschlüsse während des Austauschs, damit Sie später keine Probleme bekommen.
Kompromisse (denn nichts ist umsonst)
Eine erhöhte Wärmestärke ist kein einfaches Lösungsmittel. Es gibt nämlich einen Nachteil: Wenn die Infrarotstrahlung erhöht wird, wird der Innenraum des Ofens viel heißer. Wenn die Kühlfans nicht für diese zusätzliche Belastung ausgelegt sind, können die PET-Preformen beschädigt werden. Man muss also den idealen Balancepunkt zwischen der Leistung der Lampen und der Luftzufuhr finden.
Wir haben gesehen, dass manche Betriebe ihre Leistung um 15 % steigern konnten, indem sie einfach die Lampen austauschten. Das Geheimnis lag darin, die Kühlfans neu einzustellen, damit sie die zusätzliche Hitze bewältigen konnten. Es handelt sich dabei um eine kleine Anpassung, die jedoch große Auswirkungen hat.